Am 28. April 1850 wurde Eugen Gaus in Fridingen Kreis Tuttlingen geboren.

Nach Beendigung der Schul- und Studienzeit wurde er 1872 Lehrer in Weil der Stadt, 1879 Rektor der Realschule Ehingen. Bedeutsame Ausgrabungen und Forschungen auf dem Gebiet der Heimat- und Altertumskunde und geologische Forschungen, denen das Zementwerk Ehingen seine Entstehung verdankt, sind besondere Zeugen seiner Ehinger Zeit.

All diese Arbeit setzte er in Heidenheim fort, wohin er 1897 übersiedelte. Eugen Gaus begann Altertümer zu sammeln, mußte dabei mit Kommerzienrat Albert Hartmann zusammen manche Schwierigkeiten überwinden, und begründete das Heimatmuseum auf Schloß Hellenstein. Forschungen vor allem in der römisch-alemannischen Epoche kamen dazu, außerdem geologische Forschungen im Steinheimer Becken, im Nattheimer Korallengebiet und im Ries.

Das Hellensteingymnasium, wo er bis 1919 wirkte, hatte in Eugen Gaus einen beliebten Lehrer. Die weit über Heidenheim hinaus beachteten Forschungen führten 1899 auch zur Entdeckung des Zementvorkommens in Mergelstetten.

Eugen Gaus war in den verschiedensten Vereinen tätig, war Vorstand des Heimat- und Altertumsvereins und des Verschönerungsvereins, über 20 Jahre Gauobmann des Schwäbischen Albvereins und Vorstand der Volkskunstvereinigung. Neben verschiedenen anderen Auszeichnungen und Ehrungen wurde Eugen Gaus 1904 die Goldene Medaille für Kunst und Wissenschaft verliehen.

Am 16. August 1922 wurde er Ehrenbürger von Heidenheim, wo im April 1927 im Schloßhof eine Eugen-Gaus-Eiche gepflanzt und im Jahre 1929 eine Straße am Unteren Galgenberg nach ihm benannt wurde. Am 30. April 1934 starb Professor Eugen Gaus in Heidenheim.

Von Eugen Gaus verfasste Bücher:

  • Führer durch Heidenheim und seine Umgebung, 1906
  • Heidenheim und seine Umgebung, 1922